Vermögensmanagement
Vermögensmanagement
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Während viele Menschen in ihren Zwanzigern noch studieren, eine Ausbildung absolvieren oder erste Berufserfahrung sammeln, erzielen andere bereits Einkommen, von denen viele nur träumen können: Gründer nach einem erfolgreichen Exit. So beeindruckend diese frühen Vermögenszuwächse sind, bringen sie häufig eine Herausforderung mit sich. Denn die unternehmerische Reise endet nicht mit dem Verkauf des Unternehmens – sie beginnt in der neuen Rolle erst richtig.
Der Exit gilt oft als das große Ziel unternehmerischen Handelns. Tatsächlich ist er in vielen Fällen jedoch nur der Beginn einer neuen Phase. Während Vermögen in klassischen Unternehmerfamilien über Jahrzehnte wächst, entsteht es im Start-Up Kontext häufig innerhalb weniger Jahre. Kapital ist plötzlich vorhanden, belastbare Vermögensstrukturen meist noch nicht.
Mehr zu dem Thema Unternehmensverkauf und Vermögensplanung, erfahren Sie in unserem Blogartikel „Unternehmensverkauf – und dann?“.
Vor dem Exit dreht sich nahezu alles um den Aufbau und das Wachstum des Unternehmens. Auch private Investments werden häufig bereits getätigt – allerdings meist in kleinerem Umfang und mit derselben Denkweise, die auch das Unternehmen erfolgreich gemacht hat: Chancen erkennen, Risiken eingehen und Wachstum schaffen.
Dabei wird die sogenannte Pre-Liquidity-Phase häufig vernachlässigt. Der Fokus liegt verständlicherweise auf Unternehmensbewertung, Transaktionsstruktur und Verhandlung, während die Organisation des privaten Vermögens oft erst später in den Mittelpunkt rückt.
Ein zentraler Schritt in dieser Phase ist die bewusste Trennung von Unternehmens- und Privatvermögen. Eine getrennte Betrachtung von Firma und Privatvermögen schafft klare Haftungsstrukturen, bessere Übersicht und mehr Flexibilität bei Entscheidungen. Das gilt besonders, wenn Liquidität entsteht – etwa nach einer Finanzierungsrunde oder einem Exit.
Wer sich jedoch bereits vor dem Liquiditätsereignis mit Vermögensstruktur, Diversifikation und langfristigen Ziele beschäftigt, schafft wichtige Gestaltungsspielräume.
Mit dem Exit verändert sich die Perspektive grundlegend. Aus unternehmerischen Vermögen wird privates Vermögen und aus Wachstumsorientierung entsteht Verantwortung.
Viele Gründer verbindet in dieser Phase dieselbe Fragestellung: Wie lässt sich das selbst Erarbeitete langfristig erhalten? Welche Struktur ist sinnvoll? Welche Entscheidungen schaffen auch in Zukunft Handlungsfreiheit?
Dabei steht häufig nicht die maximale Rendite im Vordergrund, sondern der Wunsch, das eigene Vermögen nachhaltig zu sichern. Generationendenken entwickelt sich oft erst später.
Viele Gründer bleiben zunächst im vertrauten Growth Mindset. Das Kapital wird weiter investiert, neue Beteiligungen entstehen und Chancen werden konsequent genutzt. Struktur, Governance oder Absicherung spielen dabei häufig eine untergeordnete Rolle.
Mit wachsender Komplexität verändert sich jedoch die Perspektive. Beteiligungen, Immobilien, liquide Anlagen und alternative Investments müssen plötzlich als Gesamtvermögen betrachtet werden. Dann stellt sich häufig die entscheidende Frage: Wo stehe ich eigentlich heute?
Genau dieser Moment wird für viele Gründer zum Auslöser, sich erstmals ganzheitlich mit ihrem Vermögen auseinanderzusetzen.
Während Family Offices traditionell aus gewachsenen Unternehmerfamilien entstanden sind, entstehen neue Vermögen heute zunehmend technologiegetrieben, international und in deutlich kürzerer Zeit.
Viele Gründer möchten aktiv mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. Sie suchen weniger fertige Lösungen als vielmehr einen Sparringspartner, der Orientierung gibt, Zusammenhänge einordnet und dabei hilft, nachhaltige Strukturen aufzubauen.
Ganzheitliches Vermögensmanagement bedeutet deshalb mehr als die Auswahl einzelner Kapitalanlagen. Es verbindet Vermögensstruktur, Diversifikation, Liquiditätsplanung und langfristige Ziele zu einer Gesamtstrategie.
Wachstum bleibt wichtig, wird jedoch um Stabilität und Resilienz ergänzt. So entsteht die Grundlage, unternehmerische Freiheit zu bewahren und gleichzeitig das Erarbeitete langfristig zu sichern.
Der Weg vieler Gründer lässt sich in drei Phasen beschreiben: Vermögen aufbauen, Vermögen sichern und Vermögen strukturieren.
Mit jeder Phase verändern sich die Anforderungen – und damit auch die Fragen, die beantwortet werden müssen. Nicht mehr ausschließlich: Wie schaffe ich Wachstum?, sondern zunehmend: Wie erhalte ich das Erarbeitete und schaffe langfristige Strukturen?
Genau deshalb beginnt strategisches Vermögensmanagement nicht nach dem Exit, sondern bereits davor. Wer frühzeitig die richtigen Weichen stellt, schafft sich Optionen und legt die Grundlage dafür, Vermögen nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Vermögensmanagement
Vom Vermögensaufbau über den Vermögenserhalt bis zur langfristigen Strukturierung: Gründer stehen nach einem Exit vor neuen Herausforderungen. Warum die entscheidenden Weichen bereits vor dem Liquiditätsereignis gestellt werden, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Während viele Menschen in ihren Zwanzigern noch studieren, eine Ausbildung absolvieren oder erste Berufserfahrung sammeln, erzielen andere bereits Einkommen, von denen viele nur träumen können: Gründer nach einem erfolgreichen Exit. So beeindruckend diese frühen Vermögenszuwächse sind, bringen sie häufig eine Herausforderung mit sich. Denn die unternehmerische Reise endet nicht mit dem Verkauf des Unternehmens – sie beginnt in der neuen Rolle erst richtig.
Der Exit gilt oft als das große Ziel unternehmerischen Handelns. Tatsächlich ist er in vielen Fällen jedoch nur der Beginn einer neuen Phase. Während Vermögen in klassischen Unternehmerfamilien über Jahrzehnte wächst, entsteht es im Start-Up Kontext häufig innerhalb weniger Jahre. Kapital ist plötzlich vorhanden, belastbare Vermögensstrukturen meist noch nicht.
Mehr zu dem Thema Unternehmensverkauf und Vermögensplanung, erfahren Sie in unserem Blogartikel „Unternehmensverkauf – und dann?“.
Vor dem Exit dreht sich nahezu alles um den Aufbau und das Wachstum des Unternehmens. Auch private Investments werden häufig bereits getätigt – allerdings meist in kleinerem Umfang und mit derselben Denkweise, die auch das Unternehmen erfolgreich gemacht hat: Chancen erkennen, Risiken eingehen und Wachstum schaffen.
Dabei wird die sogenannte Pre-Liquidity-Phase häufig vernachlässigt. Der Fokus liegt verständlicherweise auf Unternehmensbewertung, Transaktionsstruktur und Verhandlung, während die Organisation des privaten Vermögens oft erst später in den Mittelpunkt rückt.
Ein zentraler Schritt in dieser Phase ist die bewusste Trennung von Unternehmens- und Privatvermögen. Eine getrennte Betrachtung von Firma und Privatvermögen schafft klare Haftungsstrukturen, bessere Übersicht und mehr Flexibilität bei Entscheidungen. Das gilt besonders, wenn Liquidität entsteht – etwa nach einer Finanzierungsrunde oder einem Exit.
Wer sich jedoch bereits vor dem Liquiditätsereignis mit Vermögensstruktur, Diversifikation und langfristigen Ziele beschäftigt, schafft wichtige Gestaltungsspielräume.
Mit dem Exit verändert sich die Perspektive grundlegend. Aus unternehmerischen Vermögen wird privates Vermögen und aus Wachstumsorientierung entsteht Verantwortung.
Viele Gründer verbindet in dieser Phase dieselbe Fragestellung: Wie lässt sich das selbst Erarbeitete langfristig erhalten? Welche Struktur ist sinnvoll? Welche Entscheidungen schaffen auch in Zukunft Handlungsfreiheit?
Dabei steht häufig nicht die maximale Rendite im Vordergrund, sondern der Wunsch, das eigene Vermögen nachhaltig zu sichern. Generationendenken entwickelt sich oft erst später.
Viele Gründer bleiben zunächst im vertrauten Growth Mindset. Das Kapital wird weiter investiert, neue Beteiligungen entstehen und Chancen werden konsequent genutzt. Struktur, Governance oder Absicherung spielen dabei häufig eine untergeordnete Rolle.
Mit wachsender Komplexität verändert sich jedoch die Perspektive. Beteiligungen, Immobilien, liquide Anlagen und alternative Investments müssen plötzlich als Gesamtvermögen betrachtet werden. Dann stellt sich häufig die entscheidende Frage: Wo stehe ich eigentlich heute?
Genau dieser Moment wird für viele Gründer zum Auslöser, sich erstmals ganzheitlich mit ihrem Vermögen auseinanderzusetzen.
Während Family Offices traditionell aus gewachsenen Unternehmerfamilien entstanden sind, entstehen neue Vermögen heute zunehmend technologiegetrieben, international und in deutlich kürzerer Zeit.
Viele Gründer möchten aktiv mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. Sie suchen weniger fertige Lösungen als vielmehr einen Sparringspartner, der Orientierung gibt, Zusammenhänge einordnet und dabei hilft, nachhaltige Strukturen aufzubauen.
Ganzheitliches Vermögensmanagement bedeutet deshalb mehr als die Auswahl einzelner Kapitalanlagen. Es verbindet Vermögensstruktur, Diversifikation, Liquiditätsplanung und langfristige Ziele zu einer Gesamtstrategie.
Wachstum bleibt wichtig, wird jedoch um Stabilität und Resilienz ergänzt. So entsteht die Grundlage, unternehmerische Freiheit zu bewahren und gleichzeitig das Erarbeitete langfristig zu sichern.
Der Weg vieler Gründer lässt sich in drei Phasen beschreiben: Vermögen aufbauen, Vermögen sichern und Vermögen strukturieren.
Mit jeder Phase verändern sich die Anforderungen – und damit auch die Fragen, die beantwortet werden müssen. Nicht mehr ausschließlich: Wie schaffe ich Wachstum?, sondern zunehmend: Wie erhalte ich das Erarbeitete und schaffe langfristige Strukturen?
Genau deshalb beginnt strategisches Vermögensmanagement nicht nach dem Exit, sondern bereits davor. Wer frühzeitig die richtigen Weichen stellt, schafft sich Optionen und legt die Grundlage dafür, Vermögen nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Über den Autor
Valentin Bohländer

Valentin Bohländer ist einer der Gründer von FINVIA. Als Chief Product Officer (CPO) verantwortet er die Entwicklung der digitalen Plattform.
Nach seinem finanzmarktorientierten Master-Studium in Cardiff startete er seinen beruflichen Werdegang als Teil des Investment-Teams bei UBS Sauerborn. Hier unterstützte er den CIO-Bereich mit volkswirtschaftlichen Analysen sowie der Beurteilung von Investmentmanagern und deren Strategien. Zudem war er für die Gesamtvermögenssteuerung der Kundendepots mitverantwortlich. Gemeinsam mit einigen der heutigen FINVIA-Gründer wechselte er 2011 zur HQ Trust GmbH, dem Multi Family Office der Familie Harald Quandt, wo er Kunden-Investitionen in Hedgefonds verantwortete und die Entwicklung der Digitalstrategie maßgeblich mitgestaltete.