Alternative Investments
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Podcast
Volatile Märkte, steigende Zinsen und ein differenzierteres Wettbewerbsumfeld verändern mittlerweile die Spielregeln im Private Equity. Während der Zugang zu der Anlageklasse lange als entscheidender Erfolgsfaktor galt, rückt heute eine andere Frage in den Fokus: Welche Manager schaffen es tatsächlich, nachhaltig Wert zu generieren?
Für vermögende Investoren bleibt Private Equity ein zentraler Baustein im Portfolio, allerdings nur, wenn die Auswahl der Fonds und der strukturelle Portfolioaufbau stimmen.
Zum Start der sechsten Auflage unseres Private Equity Dachfonds sprechen wir mit Jan Hoffmann, Head of Alternative Investments, über die aktuellen Entwicklungen im Private Equity Markt, die Bedeutung von Managerselektion und die Rolle der Anlageklasse im Portfolio.
Private Equity hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wie würdest Du die Anlageklasse heute im Vergleich zu früher einordnen?
Private Equity hat zuletzt ein etwas gemischtes Stimmungsbild gezeigt, insbesondere in vergangenen Jahren, als einige Investoren wie Stiftungen oder andere institutionelle Anleger aufgrund von Liquiditätsbedürfnisse ihre Allokation reduziert haben und das Transaktionsvolumen insgesamt verhaltender war. Inzwischen signalisiert sich jedoch eine zunehmende Stabilisierung im Markt, sowohl auf der Fundraising- als auch auf der Exit-Seite. Gerade hier demonstriert sich die Stärke erfahrener Manager, die weiterhin erfolgreich Exits realisieren können.
Langfristig hat Private Equity seine Outperformance gegenüber Aktienmärkten bewiesen, auch wenn Public Markets zuletzt von steigenden Kursen profitiert haben. Mit Blick nach vorne erwarten wir insbesondere in volatilen Marktphasen wieder attraktive Opportunitäten, wodurch Private Equity ein wichtiger Baustein in einem diversifizierten Portfolio bleibt.
Der Zugang zu Top-Managern gilt als einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Wie hat sich dieser Zugang in den letzten Jahren verändert und worauf achtet ihr bei der Selektion besonders?
Das stimmt, der Zugang zu Top-Managern ist im Private Equity essenziell. Die Unterschiede in der Performance zwischen einzelnen Managern sind hier deutlich größer als in liquiden Anlageklassen. Entsprechend gefragt sind vor allem diejenigen mit überzeugender Historie.
Früher bestand die größte Herausforderung darin, überhaupt in Private-Equity-Fonds investieren zu können, da sie lange Zeit institutionellen Anleger vorbehalten waren. Wer diese Möglichkeit hatte, war klar im Vorteil. Heute reicht der Zugang allein nicht mehr aus. Entscheidend ist vielmehr, die besten Manager zu identifizieren.
Für uns steht deshalb die Auswahl im Mittelpunkt. Wir analysieren und vergleichen Manager systematisch und konzentrieren uns auf die, welche wir innerhalb ihres Jahrgangs als „Best-in-Class“ einschätzen.
Ein zentrales Kriterium ist dabei, ob ein Manager seine Performance über die Historie hinweg bestätigen kann. Während früher oft das Marktumfeld oder ein hoher Fremdkapitaleinsatz die Rendite getrieben haben, kommt es heute stärker darauf an, wie aktiv Manager ihre Beteiligungen weiterentwickeln.
Auch bei dem Verkauf zeigt sich die Qualität. Gute Manager erkennen, wann und wie sie Beteiligungen optimal veräußern können. Entscheidend ist, dass sie über verschiedene Zyklen Ausschüttungen generieren, und Marktfenster sinnvoll nutzen.
FINVIA setzt weiterhin auf einen konzentrierten Ansatz. Warum ist dieser Ansatz gerade heute besonders sinnvoll?
Mit unserem Selection-Programm verfolgen wir bewusst einen konzentrierten Ansatz mit 6 bis 10 Managern pro Jahrgang. Ziel ist es, uns klar auf die Top-Manager zu fokussieren und nicht durch eine zu breite Streuung an Qualität zu verlieren.
Das bedeutet jedoch nicht, dass wir auf Diversifikation verzichten. Im Gegenteil: die Streuung erfolgt weiterhin über Regionen, Strategien, Transaktionsarten und Unternehmensgröße hinweg. So entsteht trotz der kompakten Struktur ein in sich ausgewogenes und robustes Portfolio.
Ein weiterer Vorteil ist unser Ansatz, jedes Jahr in einen neuen Fondsjahrgang zu investieren. Innerhalb dieses Jahrgangs wählen wir die aus unserer Sicht besten Manager aus. Durch das rollierende Programm können Investoren ihr Portfolio Schritt für Schritt aufbauen und gleichzeitig von einer administrativ einfachen Struktur profitieren.
Das FINVIA PE Selection Programm geht inzwischen in die 6. Generation. Gibt es strategische Anpassungen oder neue Schwerpunkte im Vergleich zu früheren Jahrgängen?
Die Strategie des PE Selection Programms hat sich über die Jahre bewährt, daher sehen wir aktuell keinen Bedarf für größere Anpassungen. Unser Diversifikationsansatz über Strategien, Regionen, und Finanzierungsarten sowie Sektoren bleibt bestehen.
Was wir jedoch kontinuierlich anpassen, ist die Gewichtung einzelner Regionen oder Strategien. So war beispielsweise die Asienquote in der ersten Generation im Verhältnis zu den letzten Jahren höher und ist zuletzt etwas zurückgegangen.
Grundsätzlich steht für uns die Qualität des Managers im Vordergrund. Wenn wir in einer Region oder Strategien keine überzeugenden Manager finden, investieren wir dort nicht, nur um eine Quote zu erfüllen.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen auch frühere Jahrgänge wie unser PE Selection 2021 oder 2022, bei denen trotz des frühen Stadiums bereits erste Rückflüsse erzielt wurden.
Mit unserem neusten Programm, dem PE Selection 2026, setzen wir erneut auf den Zugang zu Buyout- und Growth Strategien in Nordamerika, Europa und Asien. Investoren diversifizieren über Regionen, Strategien, Finanzierungsarten und Sektoren. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die breite Streuung allein, sondern die gezielte Selektion ausgewählter Fondsmanager mit überzeugenden Track Records und klaren Wertschöpfungsstrategien.
Welche Vorteile bietet euer Ansatz gegenüber klassischen Dachfonds oder auch direkten Einzelinvestments?
Ein Großteil der Fonds steht in unserem Selection Programm bereits frühzeitig fest. Das schafft Transparenz und reduziert das typische Blind-Pool-Risiko im Vergleich zu klassischen Dachfonds deutlich. Gleichzeitig erfolgen Kapitalabrufe in der Regel schneller, was auch zu früheren Rückflüssen führen kann. Insgesamt verkürzt sich so die Investitionsphase im Vergleich zu klassischen Dachfonds.
Im Vergleich zu direkten Einzelinvestments steht vor allem die Effizienz im Vordergrund. Für eine breite Streuung müssten Investoren sonst mehrere Fonds pro Jahr zeichnen. Über die Zeit entsteht so eine Vielzahl an Einzelpositionen und entsprechend hoher administrativer Aufwand. Genau hier setzt unser Selection Programm an und bündelt den gesamten Prozess.
Unsere Mandanten profitieren von einem klaren Selektionsprozess, standardisiertem Reporting und einer effizienten Abwicklung über die FINVIA Investment Platform. Auch das Thema Währung wird vereinfacht, da das Programm in Euro geführt wird.
Danke für Deine Einblicke, Jan!

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Private Equity bleibt ein zentraler Baustein im Portfolio – vorausgesetzt, Selektion und Struktur stimmen. In einem sich wandelnden Marktumfeld rückt die Qualität der Manager zunehmend in den Fokus. Zum Auftakt der sechsten Generation unseres Selection Programms beleuchten wir im Gespräch mit Jan Hoffmann, was das für Investoren bedeuten kann.
Volatile Märkte, steigende Zinsen und ein differenzierteres Wettbewerbsumfeld verändern mittlerweile die Spielregeln im Private Equity. Während der Zugang zu der Anlageklasse lange als entscheidender Erfolgsfaktor galt, rückt heute eine andere Frage in den Fokus: Welche Manager schaffen es tatsächlich, nachhaltig Wert zu generieren?
Für vermögende Investoren bleibt Private Equity ein zentraler Baustein im Portfolio, allerdings nur, wenn die Auswahl der Fonds und der strukturelle Portfolioaufbau stimmen.
Zum Start der sechsten Auflage unseres Private Equity Dachfonds sprechen wir mit Jan Hoffmann, Head of Alternative Investments, über die aktuellen Entwicklungen im Private Equity Markt, die Bedeutung von Managerselektion und die Rolle der Anlageklasse im Portfolio.
Private Equity hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wie würdest Du die Anlageklasse heute im Vergleich zu früher einordnen?
Private Equity hat zuletzt ein etwas gemischtes Stimmungsbild gezeigt, insbesondere in vergangenen Jahren, als einige Investoren wie Stiftungen oder andere institutionelle Anleger aufgrund von Liquiditätsbedürfnisse ihre Allokation reduziert haben und das Transaktionsvolumen insgesamt verhaltender war. Inzwischen signalisiert sich jedoch eine zunehmende Stabilisierung im Markt, sowohl auf der Fundraising- als auch auf der Exit-Seite. Gerade hier demonstriert sich die Stärke erfahrener Manager, die weiterhin erfolgreich Exits realisieren können.
Langfristig hat Private Equity seine Outperformance gegenüber Aktienmärkten bewiesen, auch wenn Public Markets zuletzt von steigenden Kursen profitiert haben. Mit Blick nach vorne erwarten wir insbesondere in volatilen Marktphasen wieder attraktive Opportunitäten, wodurch Private Equity ein wichtiger Baustein in einem diversifizierten Portfolio bleibt.
Der Zugang zu Top-Managern gilt als einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Wie hat sich dieser Zugang in den letzten Jahren verändert und worauf achtet ihr bei der Selektion besonders?
Das stimmt, der Zugang zu Top-Managern ist im Private Equity essenziell. Die Unterschiede in der Performance zwischen einzelnen Managern sind hier deutlich größer als in liquiden Anlageklassen. Entsprechend gefragt sind vor allem diejenigen mit überzeugender Historie.
Früher bestand die größte Herausforderung darin, überhaupt in Private-Equity-Fonds investieren zu können, da sie lange Zeit institutionellen Anleger vorbehalten waren. Wer diese Möglichkeit hatte, war klar im Vorteil. Heute reicht der Zugang allein nicht mehr aus. Entscheidend ist vielmehr, die besten Manager zu identifizieren.
Für uns steht deshalb die Auswahl im Mittelpunkt. Wir analysieren und vergleichen Manager systematisch und konzentrieren uns auf die, welche wir innerhalb ihres Jahrgangs als „Best-in-Class“ einschätzen.
Ein zentrales Kriterium ist dabei, ob ein Manager seine Performance über die Historie hinweg bestätigen kann. Während früher oft das Marktumfeld oder ein hoher Fremdkapitaleinsatz die Rendite getrieben haben, kommt es heute stärker darauf an, wie aktiv Manager ihre Beteiligungen weiterentwickeln.
Auch bei dem Verkauf zeigt sich die Qualität. Gute Manager erkennen, wann und wie sie Beteiligungen optimal veräußern können. Entscheidend ist, dass sie über verschiedene Zyklen Ausschüttungen generieren, und Marktfenster sinnvoll nutzen.
FINVIA setzt weiterhin auf einen konzentrierten Ansatz. Warum ist dieser Ansatz gerade heute besonders sinnvoll?
Mit unserem Selection-Programm verfolgen wir bewusst einen konzentrierten Ansatz mit 6 bis 10 Managern pro Jahrgang. Ziel ist es, uns klar auf die Top-Manager zu fokussieren und nicht durch eine zu breite Streuung an Qualität zu verlieren.
Das bedeutet jedoch nicht, dass wir auf Diversifikation verzichten. Im Gegenteil: die Streuung erfolgt weiterhin über Regionen, Strategien, Transaktionsarten und Unternehmensgröße hinweg. So entsteht trotz der kompakten Struktur ein in sich ausgewogenes und robustes Portfolio.
Ein weiterer Vorteil ist unser Ansatz, jedes Jahr in einen neuen Fondsjahrgang zu investieren. Innerhalb dieses Jahrgangs wählen wir die aus unserer Sicht besten Manager aus. Durch das rollierende Programm können Investoren ihr Portfolio Schritt für Schritt aufbauen und gleichzeitig von einer administrativ einfachen Struktur profitieren.
Das FINVIA PE Selection Programm geht inzwischen in die 6. Generation. Gibt es strategische Anpassungen oder neue Schwerpunkte im Vergleich zu früheren Jahrgängen?
Die Strategie des PE Selection Programms hat sich über die Jahre bewährt, daher sehen wir aktuell keinen Bedarf für größere Anpassungen. Unser Diversifikationsansatz über Strategien, Regionen, und Finanzierungsarten sowie Sektoren bleibt bestehen.
Was wir jedoch kontinuierlich anpassen, ist die Gewichtung einzelner Regionen oder Strategien. So war beispielsweise die Asienquote in der ersten Generation im Verhältnis zu den letzten Jahren höher und ist zuletzt etwas zurückgegangen.
Grundsätzlich steht für uns die Qualität des Managers im Vordergrund. Wenn wir in einer Region oder Strategien keine überzeugenden Manager finden, investieren wir dort nicht, nur um eine Quote zu erfüllen.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen auch frühere Jahrgänge wie unser PE Selection 2021 oder 2022, bei denen trotz des frühen Stadiums bereits erste Rückflüsse erzielt wurden.
Mit unserem neusten Programm, dem PE Selection 2026, setzen wir erneut auf den Zugang zu Buyout- und Growth Strategien in Nordamerika, Europa und Asien. Investoren diversifizieren über Regionen, Strategien, Finanzierungsarten und Sektoren. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die breite Streuung allein, sondern die gezielte Selektion ausgewählter Fondsmanager mit überzeugenden Track Records und klaren Wertschöpfungsstrategien.
Welche Vorteile bietet euer Ansatz gegenüber klassischen Dachfonds oder auch direkten Einzelinvestments?
Ein Großteil der Fonds steht in unserem Selection Programm bereits frühzeitig fest. Das schafft Transparenz und reduziert das typische Blind-Pool-Risiko im Vergleich zu klassischen Dachfonds deutlich. Gleichzeitig erfolgen Kapitalabrufe in der Regel schneller, was auch zu früheren Rückflüssen führen kann. Insgesamt verkürzt sich so die Investitionsphase im Vergleich zu klassischen Dachfonds.
Im Vergleich zu direkten Einzelinvestments steht vor allem die Effizienz im Vordergrund. Für eine breite Streuung müssten Investoren sonst mehrere Fonds pro Jahr zeichnen. Über die Zeit entsteht so eine Vielzahl an Einzelpositionen und entsprechend hoher administrativer Aufwand. Genau hier setzt unser Selection Programm an und bündelt den gesamten Prozess.
Unsere Mandanten profitieren von einem klaren Selektionsprozess, standardisiertem Reporting und einer effizienten Abwicklung über die FINVIA Investment Platform. Auch das Thema Währung wird vereinfacht, da das Programm in Euro geführt wird.
Danke für Deine Einblicke, Jan!
Über den Autor
Jan Hoffmann

Jan Hoffmann verantwortet als Head of Alternative Investments die Portfoliokonstruktion und Managerselektion im Bereich Alternatives und ist Geschäftsführer der FINVIA Alternative Investments GmbH sowie der FINVIA Alternative Management Sàrl in Luxemburg.
Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Beratung privater und institutioneller Kunden beim Aufbau von Private Equity, Private Debt und Infrastrukturportfolien. Zuvor war er neun Jahre bei HQ Trust GmbH - dem Family Office der Harald Quandt Familie - als Leiter Private Equity und Private Debt beschäftigt. Zu seinen weiteren Stationen zählt UBS Sauerborn, hier war Herr Hoffmann als Associate Director im Bereich Private Equity aktiv. Jan Hoffmann ist Diplom-Volkswirt (Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg) und absolvierte ein Kompaktstudium Private Equity an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht (Private Equity-Advisor EBS/BAI).