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Start-up statt Stiftung

19.10.2020

Wenn Patrick Knodel einmal ausholt, ist er nicht mehr zu bremsen. Der Mann mit der Brille und dem hellblauem Hemd rattert die Probleme nur so runter. Er spricht von Sklavenarbeit, davon, dass man die Auswirkungen seines eigenen Handelns an gigantischen Palmölplantagen sehen könne, die es in Malaysia gibt und dass eben all diese Effekte in der Wirtschaft nicht vernünftig eingepreist seien. Aus einer einfachen Frage nach seiner Motivation zur Förderung sozialer Projekte wird so schnell ein langes Gespräch – oder viele. 

2016 wird es seinem Vater genug. Nicht drüber reden, sondern auch etwas machen, rät er ihm. Patrick Knodel, der bis dahin vor allem versucht hat, sein eigenes Leben zu ändern, etwa ein Fairphone nutzt und weitestgehend vegan lebt, gründet die Knodel Foundation. Sein Vater, Gründer der Pandion AG, einem Immobilienunternehmen aus Köln, gibt ihm jährlich 500.000 Euro dazu.

Patrick Knodel will sich für „Wissen einsetzen – und ganz bewusst nicht für Bildung im klassischen Sinne”, wie er es ausdrückt. Denn Bildung habe immer etwas mit Universität und Schule zu tun. „In diesen Institutionen entwickelt aber kaum jemand ein Verständnis für globale Zusammenhänge.” Größer als sein Enthusiasmus sind nur seine Pläne: Er will Projekte in Entwicklungsländern fördern, die sich irgendwann selbst tragen können und bestenfalls nicht dauerhaft auf Spendengelder angewiesen sind. Simple Infrastruktur-Projekte kommen für ihn nicht in Frage: „Dann investiere ich in ein neues Schulgebäude und habe immer noch schlecht ausgebildete Lehrer”, sagt er.

„Ich würde mit dem heutigen Wissen keine Stiftung mehr, sondern eine gGmbH gründen.”

Dreieinhalb Jahre ist das Gespräch mit dem Vater jetzt her, und Knodel ist mittlerweile ziemlich ernüchtert. „Ich würde mit dem heutigen Wissen keine Stiftung mehr, sondern eine gGmbH gründen” sagt der 35-Jährige. Das liegt zum einen daran, dass er über acht Monate gebraucht hat, um die Stiftung überhaupt gründen zu können und zum anderen daran, dass er den Gedanken des Stifterwillens für überholt hält. Dieser gleich zum Gründungsbeginn formulierte Wille legt fest, nach welchen Maßstäben eine Stiftung handeln soll – und das auch, wenn der Stifter selbst schon tot ist. Die Welt verändere sich aber immer schneller und was, wenn Knodel plötzlich etwas anderes machen will, eine neue Idee, einen neuen Willen hat? Schon dann könnte all das Unfug sein, die Stiftung aber dürfte sich nicht verändern. 

Knodel selbst hat daher zusätzlich ein For-Profit-Investitionsvehikel gegründet. Mit der Pandion Innovation for Impact GmbH möchte er in Geschäftsmodelle mit positiver Wirkung investieren. So etwas sei nachhaltiger und könne deutlich mehr bewirken, sagt er. Non-profit-Lösungensollten nur dort die Ausnahme sein, wo dringende Probleme nicht mit Geschäftsmodellen zu lösen seien. 

Das Ende der Hochphase

Der 35-Jährige ist damit einer von vielen, die helfen und die Welt verändern wollen, aber dafür längst nicht mehr Stiftungen als die beste Möglichkeit erachten. 576 neue rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts wurden im vergangenen Jahr gegründet. 2007, dem bisher besten Jahr, waren es noch 1.134 Stiftungen.

Dem Verband ist der Rückgang bewusst, so ganz vergleichen ließen sich die Zahlenaber nicht, sagt Anke Pätsch, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin Internationales und Diversität im Verband. Dass die Zahl 2007 besonders hoch gewesen sei, liege an einer Reform. Bis zu diesem Jahr war nur ein Stiftungskapital von 330.000 Euro steuerlich begünstigt, von da an wurde es auf eine Million pro Ehepartner und Dekade erhöht. „Das hat das Gründen einer Stiftung und das Zustiften zu bestehenden Stiftungen deutlich attraktiver gemacht”, sagt sie.

„Als ich 2004 hier angefangen habe, sprachen wir noch vom Stiften aus der kalten Hand. Heute wollen jüngere Stifterinnen und Stifter ihre Gründungen aktiv mitgestalten.”

Doch ist der Rückgang nur mit dem Auslaufen des Reform-Booms zu beschreiben? „Nullzinsjahre sind keine Fürsprecher für Stiftungen. Es steht aber auch ein Generationenwechsel bei den Wohlhabenden an”, sagt Pätsch. „Als ich 2004 hier angefangen habe, sprachen wir noch vom Stiften aus der kalten Hand. Heute wollen jüngere Stifterinnen und Stifter ihre Gründungen aktiv mitgestalten.”

Im deutschen Stiftungswesen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Probleme. So gäbe es nicht nur unter den Nachfolgern viele, die sich sozial engagieren wollten, das Stiftungsmodell aber nicht wirklich kennen würden, sagt Pätsch. Hinzu komme auch: „Der Gesetzgeber erschwert es nach wie vor, dass Finanzmittel über die Grenzen kommen.” Und noch immer gibt es keine europäische Stiftung als Rechtsform. „Wer in mehreren Ländern als Stiftung aktiv sein möchte, der muss meistens vor Ort einen neuen Ableger gründen.” 

Kompliziertes Stiftungsrecht

Zudem sind die Anforderungen an grenzüberschreitendes Stiften besonders hoch. Möchte eine Stiftung etwa an eine Flüchtlings-NGO in Griechenland spenden, muss sie nachweisen, was die NGO mit den Mitteln genau tun würde und dass sie auch in Deutschland gemeinnützig wäre. Das zu belegen ist schwer, da es in Griechenland ganz andere juristische Definitionen gibt als in Deutschland. Und dann ist da auch noch der Punkt des Stifterwillens: Nachdem der einmal formuliert wurde, ist es sehr schwierig ihn nachträglich zu ändern.

„Unsere Welt verändert sich schneller als etwa staatliche Einrichtungen hinterherkommen können. Wir brauchen die innovativen Schnellboote.”

Anne Bathel hat all diese Fragen von Anfang an umgangen und direkt eine gemeinnützige GmbH (gGmbh) gegründet. Sie ist davon überzeugt, dass man auch profitorientiert agieren darf, um Gutes zu bewirken. „Soziales Unternehmertum hat ja immer den Grundgedanken, dass man zwar Profit machen darf, ihn aber wiederum direkt für eine soziale Wirkung reinvestiert”, sagt sie. Der Gedanke sei immer dann gut, wenn es darum ginge, soziale Wirkung mit Marktinstrumenten zu skalieren. „Unsere Welt verändert sich schneller als etwa staatliche Einrichtungen hinterherkommen können. Wir brauchen die innovativen Schnellboote.”

Ihr innovatives Schnellboot, die ReDI-School in Berlin, gründete Bathel im Dezember 2015, als die Flüchtlingskrise immer dramatischer wurde und viele Menschen nach Deutschland kamen. Bathel leitete damals das Berlin Peace Innovation Lab, das Teil eines globalen Netzwerkes ist. Die Mitglieder wollen unter anderem soziale Sicherheit, akademisches Wissen und Unternehmensentwicklung fördern. „Ich saß damals mit gut 40 Stakeholdern in einem Raum und wir alle haben uns gefragt, was wir tun können”, erinnert sie sich. Die Entscheidung fiel nach dem Besuch eines Flüchtlingsheims. Bathel traf auf einen Iraker, der Programmierer war.„Der wollte unabhängig von staatlichen Geldern leben und einfach nur arbeiten, hatte aber natürlich keinen Laptop”, sagt sie. 

Als Nächstes verfasste sie einen Post bei Facebook. Tenor: Wer kann helfen? Bathel wollte eine Schule gründen, die Geflüchtete in Sachen IT ausbildet und ihnen einen Karriereweg eröffnet. Gut 30 Kommentare erhielt sie, von Menschen, die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen konnten, die Laptops spenden oder ehrenamtlich Seminare halten würden. „Nur eine Woche später hatten wir die Webseite aufgebaut und ein Logo entworfen”, sagt sie. Die ersten Workshops gingen nur ein paar Stunden, dann auch mal einen Tag und schließlich über mehrere Wochen. Der erste größere Kurs hatte 42 Teilnehmer. 

gGmbHs mit Nachteilen

„Die NGO-Welt ist nicht so digital, die Welt der Start-ups nicht so sehr auf Social Impact ausgerichtet, wir wollten beides zusammenbringen”, sagt Bathel. Inzwischen gibt es ReDI-Schulen auch in München, Kopenhagen und eine für Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und Duisburg. Schon längst fördern sie dort nicht nur Geflüchtete, sondern auch sozial Schwächere. Für Bathel ist die gGmbh die beste Lösung, „für Leute die nachhaltig etwas aufbauen möchten”.

Mindestens einen Nachteil haben gemeinnützige GmbHs gegenüber Stiftungen aber auch: Der Gründer kann seinen Willen eben nicht für alle Ewigkeit festlegen. So kann eine gGmbH zwar schneller reagieren. Wenn der Gründer aber einmal verstorben ist oder sich zurückgezogen hat, könnte sie auch gegen seinen ursprünglichen Willen handeln.

Beim Stiftungsverband haben sie längst erkannt, dass sich etwas ändern muss. Seit Jahren pochen sie auf eine Reform, die nun auch kommen wird. Sie soll das Stiftungsrecht an vielen Stellen vereinfachen, etwa bei einer möglichen Satzungsänderung.

Das wäre für das Stiftungswesen ein Riesenschritt und vielleicht wird die Zahl der Stiftungsanmeldungen wieder steigen, wenn die Reform eingeführt wird. Für Patrick Knodel aber kommen diese Änderungen zu spät, er tritt aus dem Verband aus. Knodel wollte seine Stiftung zuletzt gar in eine gGmbH umwandeln lassen, hat den Plan aber zunächst verworfen, weil das mit allerlei Hürdenverbunden ist. Sollte die Stiftungsaufsicht ihn aber künftig bei seinen Investitionen behindern, würde er auch den letzten Schritt gehen und seine Stiftung wohl oder übel auflösen und sich etwas Neues überlegen.

Start-up statt Stiftung

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Start-up statt Stiftung

19.10.2020

Jan Schulte

Stiftungen schienen für Wohlhabende lange das wichtigste Instrument zu sein, um Gutes zu tun. Doch nun kommt eine neue Generation. Eine Geschichte über den vielleicht stärksten Wandel der Philanthropie.

Wenn Patrick Knodel einmal ausholt, ist er nicht mehr zu bremsen. Der Mann mit der Brille und dem hellblauem Hemd rattert die Probleme nur so runter. Er spricht von Sklavenarbeit, davon, dass man die Auswirkungen seines eigenen Handelns an gigantischen Palmölplantagen sehen könne, die es in Malaysia gibt und dass eben all diese Effekte in der Wirtschaft nicht vernünftig eingepreist seien. Aus einer einfachen Frage nach seiner Motivation zur Förderung sozialer Projekte wird so schnell ein langes Gespräch – oder viele. 

2016 wird es seinem Vater genug. Nicht drüber reden, sondern auch etwas machen, rät er ihm. Patrick Knodel, der bis dahin vor allem versucht hat, sein eigenes Leben zu ändern, etwa ein Fairphone nutzt und weitestgehend vegan lebt, gründet die Knodel Foundation. Sein Vater, Gründer der Pandion AG, einem Immobilienunternehmen aus Köln, gibt ihm jährlich 500.000 Euro dazu.

Patrick Knodel will sich für „Wissen einsetzen – und ganz bewusst nicht für Bildung im klassischen Sinne”, wie er es ausdrückt. Denn Bildung habe immer etwas mit Universität und Schule zu tun. „In diesen Institutionen entwickelt aber kaum jemand ein Verständnis für globale Zusammenhänge.” Größer als sein Enthusiasmus sind nur seine Pläne: Er will Projekte in Entwicklungsländern fördern, die sich irgendwann selbst tragen können und bestenfalls nicht dauerhaft auf Spendengelder angewiesen sind. Simple Infrastruktur-Projekte kommen für ihn nicht in Frage: „Dann investiere ich in ein neues Schulgebäude und habe immer noch schlecht ausgebildete Lehrer”, sagt er.

„Ich würde mit dem heutigen Wissen keine Stiftung mehr, sondern eine gGmbH gründen.”

Dreieinhalb Jahre ist das Gespräch mit dem Vater jetzt her, und Knodel ist mittlerweile ziemlich ernüchtert. „Ich würde mit dem heutigen Wissen keine Stiftung mehr, sondern eine gGmbH gründen” sagt der 35-Jährige. Das liegt zum einen daran, dass er über acht Monate gebraucht hat, um die Stiftung überhaupt gründen zu können und zum anderen daran, dass er den Gedanken des Stifterwillens für überholt hält. Dieser gleich zum Gründungsbeginn formulierte Wille legt fest, nach welchen Maßstäben eine Stiftung handeln soll – und das auch, wenn der Stifter selbst schon tot ist. Die Welt verändere sich aber immer schneller und was, wenn Knodel plötzlich etwas anderes machen will, eine neue Idee, einen neuen Willen hat? Schon dann könnte all das Unfug sein, die Stiftung aber dürfte sich nicht verändern. 

Knodel selbst hat daher zusätzlich ein For-Profit-Investitionsvehikel gegründet. Mit der Pandion Innovation for Impact GmbH möchte er in Geschäftsmodelle mit positiver Wirkung investieren. So etwas sei nachhaltiger und könne deutlich mehr bewirken, sagt er. Non-profit-Lösungensollten nur dort die Ausnahme sein, wo dringende Probleme nicht mit Geschäftsmodellen zu lösen seien. 

Das Ende der Hochphase

Der 35-Jährige ist damit einer von vielen, die helfen und die Welt verändern wollen, aber dafür längst nicht mehr Stiftungen als die beste Möglichkeit erachten. 576 neue rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts wurden im vergangenen Jahr gegründet. 2007, dem bisher besten Jahr, waren es noch 1.134 Stiftungen.

Dem Verband ist der Rückgang bewusst, so ganz vergleichen ließen sich die Zahlenaber nicht, sagt Anke Pätsch, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin Internationales und Diversität im Verband. Dass die Zahl 2007 besonders hoch gewesen sei, liege an einer Reform. Bis zu diesem Jahr war nur ein Stiftungskapital von 330.000 Euro steuerlich begünstigt, von da an wurde es auf eine Million pro Ehepartner und Dekade erhöht. „Das hat das Gründen einer Stiftung und das Zustiften zu bestehenden Stiftungen deutlich attraktiver gemacht”, sagt sie.

„Als ich 2004 hier angefangen habe, sprachen wir noch vom Stiften aus der kalten Hand. Heute wollen jüngere Stifterinnen und Stifter ihre Gründungen aktiv mitgestalten.”

Doch ist der Rückgang nur mit dem Auslaufen des Reform-Booms zu beschreiben? „Nullzinsjahre sind keine Fürsprecher für Stiftungen. Es steht aber auch ein Generationenwechsel bei den Wohlhabenden an”, sagt Pätsch. „Als ich 2004 hier angefangen habe, sprachen wir noch vom Stiften aus der kalten Hand. Heute wollen jüngere Stifterinnen und Stifter ihre Gründungen aktiv mitgestalten.”

Im deutschen Stiftungswesen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Probleme. So gäbe es nicht nur unter den Nachfolgern viele, die sich sozial engagieren wollten, das Stiftungsmodell aber nicht wirklich kennen würden, sagt Pätsch. Hinzu komme auch: „Der Gesetzgeber erschwert es nach wie vor, dass Finanzmittel über die Grenzen kommen.” Und noch immer gibt es keine europäische Stiftung als Rechtsform. „Wer in mehreren Ländern als Stiftung aktiv sein möchte, der muss meistens vor Ort einen neuen Ableger gründen.” 

Kompliziertes Stiftungsrecht

Zudem sind die Anforderungen an grenzüberschreitendes Stiften besonders hoch. Möchte eine Stiftung etwa an eine Flüchtlings-NGO in Griechenland spenden, muss sie nachweisen, was die NGO mit den Mitteln genau tun würde und dass sie auch in Deutschland gemeinnützig wäre. Das zu belegen ist schwer, da es in Griechenland ganz andere juristische Definitionen gibt als in Deutschland. Und dann ist da auch noch der Punkt des Stifterwillens: Nachdem der einmal formuliert wurde, ist es sehr schwierig ihn nachträglich zu ändern.

„Unsere Welt verändert sich schneller als etwa staatliche Einrichtungen hinterherkommen können. Wir brauchen die innovativen Schnellboote.”

Anne Bathel hat all diese Fragen von Anfang an umgangen und direkt eine gemeinnützige GmbH (gGmbh) gegründet. Sie ist davon überzeugt, dass man auch profitorientiert agieren darf, um Gutes zu bewirken. „Soziales Unternehmertum hat ja immer den Grundgedanken, dass man zwar Profit machen darf, ihn aber wiederum direkt für eine soziale Wirkung reinvestiert”, sagt sie. Der Gedanke sei immer dann gut, wenn es darum ginge, soziale Wirkung mit Marktinstrumenten zu skalieren. „Unsere Welt verändert sich schneller als etwa staatliche Einrichtungen hinterherkommen können. Wir brauchen die innovativen Schnellboote.”

Ihr innovatives Schnellboot, die ReDI-School in Berlin, gründete Bathel im Dezember 2015, als die Flüchtlingskrise immer dramatischer wurde und viele Menschen nach Deutschland kamen. Bathel leitete damals das Berlin Peace Innovation Lab, das Teil eines globalen Netzwerkes ist. Die Mitglieder wollen unter anderem soziale Sicherheit, akademisches Wissen und Unternehmensentwicklung fördern. „Ich saß damals mit gut 40 Stakeholdern in einem Raum und wir alle haben uns gefragt, was wir tun können”, erinnert sie sich. Die Entscheidung fiel nach dem Besuch eines Flüchtlingsheims. Bathel traf auf einen Iraker, der Programmierer war.„Der wollte unabhängig von staatlichen Geldern leben und einfach nur arbeiten, hatte aber natürlich keinen Laptop”, sagt sie. 

Als Nächstes verfasste sie einen Post bei Facebook. Tenor: Wer kann helfen? Bathel wollte eine Schule gründen, die Geflüchtete in Sachen IT ausbildet und ihnen einen Karriereweg eröffnet. Gut 30 Kommentare erhielt sie, von Menschen, die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen konnten, die Laptops spenden oder ehrenamtlich Seminare halten würden. „Nur eine Woche später hatten wir die Webseite aufgebaut und ein Logo entworfen”, sagt sie. Die ersten Workshops gingen nur ein paar Stunden, dann auch mal einen Tag und schließlich über mehrere Wochen. Der erste größere Kurs hatte 42 Teilnehmer. 

gGmbHs mit Nachteilen

„Die NGO-Welt ist nicht so digital, die Welt der Start-ups nicht so sehr auf Social Impact ausgerichtet, wir wollten beides zusammenbringen”, sagt Bathel. Inzwischen gibt es ReDI-Schulen auch in München, Kopenhagen und eine für Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und Duisburg. Schon längst fördern sie dort nicht nur Geflüchtete, sondern auch sozial Schwächere. Für Bathel ist die gGmbh die beste Lösung, „für Leute die nachhaltig etwas aufbauen möchten”.

Mindestens einen Nachteil haben gemeinnützige GmbHs gegenüber Stiftungen aber auch: Der Gründer kann seinen Willen eben nicht für alle Ewigkeit festlegen. So kann eine gGmbH zwar schneller reagieren. Wenn der Gründer aber einmal verstorben ist oder sich zurückgezogen hat, könnte sie auch gegen seinen ursprünglichen Willen handeln.

Beim Stiftungsverband haben sie längst erkannt, dass sich etwas ändern muss. Seit Jahren pochen sie auf eine Reform, die nun auch kommen wird. Sie soll das Stiftungsrecht an vielen Stellen vereinfachen, etwa bei einer möglichen Satzungsänderung.

Das wäre für das Stiftungswesen ein Riesenschritt und vielleicht wird die Zahl der Stiftungsanmeldungen wieder steigen, wenn die Reform eingeführt wird. Für Patrick Knodel aber kommen diese Änderungen zu spät, er tritt aus dem Verband aus. Knodel wollte seine Stiftung zuletzt gar in eine gGmbH umwandeln lassen, hat den Plan aber zunächst verworfen, weil das mit allerlei Hürdenverbunden ist. Sollte die Stiftungsaufsicht ihn aber künftig bei seinen Investitionen behindern, würde er auch den letzten Schritt gehen und seine Stiftung wohl oder übel auflösen und sich etwas Neues überlegen.

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Über den Autor

Jan Schulte

Start-up statt StiftungStart-up statt Stiftung

Jan Schulte schreibt über Wirtschaft und Politik.

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