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Episode #16: Der Ausblick mit Reinhard Panse

26.1.2024

Polis

  • Trotz hoher Pessimismuswerte von 34% im September 2022 und 44,7% im Dezember desselben Jahres gab es keine Rezession im folgenden Quartal. Das zeigt die fehlende Korrelation zwischen Quartalsumfragen und dem Eintreten einer Rezession.
  • Konjunkturprognosen, die auf dem Konsens basieren, gelten in den USA als wertlos, was viele Banken jedoch nicht davon abhält, ihre Kapitalmarktprognosen auf diese oft unzuverlässigen Erwartungen zu stützen.
  • Befragungen von Aktienstrategen bezüglich der Entwicklung des S&P-Index für die nächsten zwölf Monate zeigen seit 1991 keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen den Prognosen und den tatsächlichen Ergebnissen.
  • Trotz ökonomischer Bedenken, insbesondere der hohen Neuverschuldung der USA von über 9% im Durchschnitt von 2019 bis 2023, gibt es positive Indikatoren wie bspw. der Rückgang der Inflation von fast 6,0% auf 3,4% und die Erwartung eines Zinsrückgangs in den USA im Jahr 2024.

Entwicklung

  • Die USA stehen vor einer herausfordernden Situation mit einer rekordhohen Staatsverschuldung und bevorstehenden Wahlen, die den Aktienmarkt beeinflussen könnten.
  • Seit 1982 zeigt die Steuerpolitik der USA eine inkonsistente Entwicklung: Während die Staatsverschuldung stieg, sanken die Unternehmens- und Spitzensteuersätze.
  • Große Technologiefirmen zahlen im Vergleich zu ihren Gewinnen vergleichsweise wenig Steuern, was zur weiteren Verschuldung beiträgt.
  • Europa weist eine höhere Staatsverschuldung im Jahr 2009 im Vergleich zu den USA auf, jedoch hat der Anstieg seitdem weniger dramatische Ausmaße angenommen.
  • Der US-Aktienmarkt ist besonders überbewertet, ähnlich wie der japanische Markt 1981 und die weltweiten Märkte im Jahr 1999, trotz generell attraktiver Bewertungen im Vergleich zu gestiegenen Zinsen.
  • Staatsanleihen sind weder in Europa, Japan, der Schweiz, Frankreich, Deutschland noch Italien eine echte Alternative zu Aktien, da die Renditen bei Aktien deutlich höher liegen. In den USA ist das Verhältnis anders.

Investments

  • Obwohl die Stimmung auf dem Immobilienmarkt schlecht ist, verbessern sich die Rahmenbedingungen, was auf einen günstigen Zeitpunkt hindeutet.
  • Bei Wohnimmobilien deuten mehrere Faktoren auf die verbesserte Lage hin: Der Zins ist seit dem Höchstwert im Oktober um etwa 0,8 % gesunken. Zudem liegen die Lohnsteigerungen nun deutlich über der Inflationsrate, was es mehr Menschen ermöglicht, höhere Mieten zu bezahlen.
  • Während der Neubau von Wohnungen aufgrund zahlreicher Probleme rückläufig ist, stagnieren die Immobilienpreise seit einigen Monaten und sind moderat gefallen, etwa um 10 %.
  • Staatsanleihen: Moderate Kursgewinne in den nächsten Monaten zu erwarten, jedoch langfristig gesehen wird ein realer Vermögensverlust erwartet. Prognosen zeigen, dass deutsche Staatsanleihen von 2020 bis 2030 voraussichtlich einen realen Vermögensverlust von etwa 33 % erleiden werden, wobei bereits Ende 2023 ein Wertverlust von rund 25 % eingetreten ist. In den nächsten zehn Jahren könnten weitere Verluste drohen.
  • Gold: Zentralbanken haben im Jahr 2023 erhebliche Mengen Gold gekauft, was zu einem hohen Kaufvolumen seit 1968 führt. Die Bewertung von Aktien in den USA im Vergleich zu Gold ist relativ hoch, mit einem niedrigen Wert, der historisch auf schlechte Performances von Aktienmärkten hinweist.
  • Japanischer Aktienmarkt: Seit 1989 hat der Nikkei-Index trotz anderer weltweiter Aktienmärkte, die sich verzehnfacht oder mehr gesteigert haben, keine Kurssteigerung verzeichnet. Dies lag an der extrem hohen Bewertung und der attraktiveren Bewertung von Renten zu dieser Zeit.
  • Aktuelle Situation in Amerika: Die Ertragserwartungen stehen im Verhältnis zu einem Zinssatz von 4%, im Gegensatz zu Japan, wo die Ertragserwartungen negativ waren und der Zinssatz bei 6% lag. Dies könnte darauf hindeuten, dass Amerika nicht viel Gewinn erzielen wird.
  • Globale Perspektive: In Europa mit 8,5% bei Aktien und 3,5% Verzinsung von Staatsanleihen gibt es wenig Gründe, auszusteigen. Sinkende Zinsen und günstigere Aktienpreise während einer Rezession könnten die Erwartungen an Aktien schnell steigern.

Plateau:

  • Wohnimmobilien könnten in wirtschaftlichen Schwierigkeiten profitieren, da die Nachfrage hoch bleibt und die Mieten steigen. Gold könnte in Rezessionen oder geopolitischen Störungen vermehrt Käufer anziehen, insbesondere wenn die Bonität der Staatsanleihen zum größeren Thema wird.
  • In defensiveren Sektoren wie Gesundheit und Basiskonsum könnten amerikanische Aktien bevorzugt werden, da sie exzellent geführt sind, normal bewertet sind und Wachstumspotenzial bieten.
  • Trotz des wachsenden Bedarfs an Rohstoffen durch die Energiewende, werden die Rohstoffpreise möglicherweise nicht massiv steigen. Die Historie zeigt, dass neue Entwicklungen und Technologien auftreten, um den Bedarf zu decken, und dass sich die Nachfrage nach Rohstoffen langfristig ändern kann.

Episode #16: Der Ausblick mit Reinhard Panse

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Episode #16: Der Ausblick mit Reinhard Panse

26.1.2024

Reinhard Panse

Diesen Monat: Zerlegung von Prognosen und die Abkoppelung der USA. Im Gespräch mit Christian Neuhaus legt Reinhard Panse regelmäßig seine ganzheitliche Analyse der Kapitalmärkte dar.

Polis

  • Trotz hoher Pessimismuswerte von 34% im September 2022 und 44,7% im Dezember desselben Jahres gab es keine Rezession im folgenden Quartal. Das zeigt die fehlende Korrelation zwischen Quartalsumfragen und dem Eintreten einer Rezession.
  • Konjunkturprognosen, die auf dem Konsens basieren, gelten in den USA als wertlos, was viele Banken jedoch nicht davon abhält, ihre Kapitalmarktprognosen auf diese oft unzuverlässigen Erwartungen zu stützen.
  • Befragungen von Aktienstrategen bezüglich der Entwicklung des S&P-Index für die nächsten zwölf Monate zeigen seit 1991 keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen den Prognosen und den tatsächlichen Ergebnissen.
  • Trotz ökonomischer Bedenken, insbesondere der hohen Neuverschuldung der USA von über 9% im Durchschnitt von 2019 bis 2023, gibt es positive Indikatoren wie bspw. der Rückgang der Inflation von fast 6,0% auf 3,4% und die Erwartung eines Zinsrückgangs in den USA im Jahr 2024.

Entwicklung

  • Die USA stehen vor einer herausfordernden Situation mit einer rekordhohen Staatsverschuldung und bevorstehenden Wahlen, die den Aktienmarkt beeinflussen könnten.
  • Seit 1982 zeigt die Steuerpolitik der USA eine inkonsistente Entwicklung: Während die Staatsverschuldung stieg, sanken die Unternehmens- und Spitzensteuersätze.
  • Große Technologiefirmen zahlen im Vergleich zu ihren Gewinnen vergleichsweise wenig Steuern, was zur weiteren Verschuldung beiträgt.
  • Europa weist eine höhere Staatsverschuldung im Jahr 2009 im Vergleich zu den USA auf, jedoch hat der Anstieg seitdem weniger dramatische Ausmaße angenommen.
  • Der US-Aktienmarkt ist besonders überbewertet, ähnlich wie der japanische Markt 1981 und die weltweiten Märkte im Jahr 1999, trotz generell attraktiver Bewertungen im Vergleich zu gestiegenen Zinsen.
  • Staatsanleihen sind weder in Europa, Japan, der Schweiz, Frankreich, Deutschland noch Italien eine echte Alternative zu Aktien, da die Renditen bei Aktien deutlich höher liegen. In den USA ist das Verhältnis anders.

Investments

  • Obwohl die Stimmung auf dem Immobilienmarkt schlecht ist, verbessern sich die Rahmenbedingungen, was auf einen günstigen Zeitpunkt hindeutet.
  • Bei Wohnimmobilien deuten mehrere Faktoren auf die verbesserte Lage hin: Der Zins ist seit dem Höchstwert im Oktober um etwa 0,8 % gesunken. Zudem liegen die Lohnsteigerungen nun deutlich über der Inflationsrate, was es mehr Menschen ermöglicht, höhere Mieten zu bezahlen.
  • Während der Neubau von Wohnungen aufgrund zahlreicher Probleme rückläufig ist, stagnieren die Immobilienpreise seit einigen Monaten und sind moderat gefallen, etwa um 10 %.
  • Staatsanleihen: Moderate Kursgewinne in den nächsten Monaten zu erwarten, jedoch langfristig gesehen wird ein realer Vermögensverlust erwartet. Prognosen zeigen, dass deutsche Staatsanleihen von 2020 bis 2030 voraussichtlich einen realen Vermögensverlust von etwa 33 % erleiden werden, wobei bereits Ende 2023 ein Wertverlust von rund 25 % eingetreten ist. In den nächsten zehn Jahren könnten weitere Verluste drohen.
  • Gold: Zentralbanken haben im Jahr 2023 erhebliche Mengen Gold gekauft, was zu einem hohen Kaufvolumen seit 1968 führt. Die Bewertung von Aktien in den USA im Vergleich zu Gold ist relativ hoch, mit einem niedrigen Wert, der historisch auf schlechte Performances von Aktienmärkten hinweist.
  • Japanischer Aktienmarkt: Seit 1989 hat der Nikkei-Index trotz anderer weltweiter Aktienmärkte, die sich verzehnfacht oder mehr gesteigert haben, keine Kurssteigerung verzeichnet. Dies lag an der extrem hohen Bewertung und der attraktiveren Bewertung von Renten zu dieser Zeit.
  • Aktuelle Situation in Amerika: Die Ertragserwartungen stehen im Verhältnis zu einem Zinssatz von 4%, im Gegensatz zu Japan, wo die Ertragserwartungen negativ waren und der Zinssatz bei 6% lag. Dies könnte darauf hindeuten, dass Amerika nicht viel Gewinn erzielen wird.
  • Globale Perspektive: In Europa mit 8,5% bei Aktien und 3,5% Verzinsung von Staatsanleihen gibt es wenig Gründe, auszusteigen. Sinkende Zinsen und günstigere Aktienpreise während einer Rezession könnten die Erwartungen an Aktien schnell steigern.

Plateau:

  • Wohnimmobilien könnten in wirtschaftlichen Schwierigkeiten profitieren, da die Nachfrage hoch bleibt und die Mieten steigen. Gold könnte in Rezessionen oder geopolitischen Störungen vermehrt Käufer anziehen, insbesondere wenn die Bonität der Staatsanleihen zum größeren Thema wird.
  • In defensiveren Sektoren wie Gesundheit und Basiskonsum könnten amerikanische Aktien bevorzugt werden, da sie exzellent geführt sind, normal bewertet sind und Wachstumspotenzial bieten.
  • Trotz des wachsenden Bedarfs an Rohstoffen durch die Energiewende, werden die Rohstoffpreise möglicherweise nicht massiv steigen. Die Historie zeigt, dass neue Entwicklungen und Technologien auftreten, um den Bedarf zu decken, und dass sich die Nachfrage nach Rohstoffen langfristig ändern kann.

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Über den Autor

Reinhard Panse

Episode #16: Der Ausblick mit Reinhard PanseEpisode #16: Der Ausblick mit Reinhard Panse

Reinhard Panse ist Chief Investment Officer und Mitgründer der FINVIA Family Office GmbH. Bis Februar 2020 war Reinhard Panse Mitglied der Geschäftsführung und Chief Investment Officer für die im Eigentum der Familie Harald Quandt stehende HQ Trust GmbH. Von 2004 bis zum Eintritt in die HQ Trust GmbH im Jahre 2011 war Reinhard Panse Chief Investment Officer des in der UBS Deutschland AG geschaffenenGeschäftsbereichs UBS Sauerborn. Ab 2001 war Reinhard Panse Mitglied des Vorstands der Sauerborn Trust AG bzw. der Rechtsvorgänger. Er verantwortete die Investmentstrategie und gestaltete federführend die ganzheitliche Vermögensbetreuung und -verwaltung großer Privatvermögen. Begonnen hat Reinhard Panse mit der Übernahme von Kapitalmarkt- und Kundenbetreuungstätigkeiten bei der Feri GmbH im Jahre 1989, nachdem er eine eigene Vermögensverwaltung als Geschäftsführer gegründet und geführt hatte.

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